... newer stories
Donnerstag, 27. November 2003
The Hebrew Hammer revisited
uceda, 19:15h
Kurzkritik: Doch, ganz nett.
The Hebrew Hammer lässt kein Klischee aus, um sich dann darüber lustig zu machen. Der Film ist absolut respektlos; so bitterböse und zynisch in der Beiläufigkeit des Übertretens aller Grenzwerte, dass es manchmal selbst für Abgebrühte *etwas* viel wird.
Die Handlung ist ebenso simpel wie durchgeknallt: Der Weihnachtsmann fällt einem Komplott der Rentiere und seines Sohnes, der Weihnachtsmann anstelle des Weihnachtsmannes werden will, zum Opfer. Kaum an der Macht, macht der sich daran, Juden zu konvertieren und die jüdische Atomuhr für die Feiertage zu vernichten, um das jüdische Chanukka-Fest auszulöschen.
Auf der anderen Seite steht Mordechai, the Hebrew Hammer, im schwarzen Ledermantel, immer eine Kanone in der Hand und einen flotten Spruch auf den Lippen. Angeheuert von einem jüdischen Geheimdienst, verprügelt der Hammer Nazis, terrorisiert Antisemiten und jagt den Weihnachtsmann von New York über Jerusalem bis zum Showdown am Nordpol. Dazwischen legt er Frauen flach, was bei einem Mann nicht überraschen kann, auf dessen Bürotür "Certified Circumcised Dick" steht. Dabei wird kräftig in der Filmgeschichte geplündert. Shaft ist noch irgendwie logisch, aber Rambo und Hollywoods schwarze Serie sind beim Hammer auch dabei.
Es gibt ein paar echte Highlights. Allein die Eingangsszenen, ein Alptraumerlebnis des jungen Hammer in einer katholischen Schule zu Weihnachten, sind den Eintrittspreis wert. Danach fällt der Film immer wieder in nicht allzu sauber gemachten Klamauk ab. Wenn es um die Demontage der Kuppelei in der Familie geht, war Kissing Jessica weitaus witziger und treffender, ohne in die ganz tiefen Schubladen greifen zu müssen.
The Hebrew Hammer fängt die Defizite durch ein rasantes Tempo und viel Spielwitz auf. Der Sprachwitz geht dagegen unter - das Tohuwabohu aus Jiddisch und Rapper-Slang ist eher schwer zu verstehen, und eine deutsche Übersetzung scheint kaum möglich. Bei der Musik klappt´s aber mit dem Crossover: Das Shaft-Thema mit einer Klezmer-Fidel remixed - klingt verrückt, passt aber.
Der Low-Budget-Produktion sieht man dem Film allenthalben an, aber das verleiht ihm eher eine gewisse Authentizität. Dazu kommt eine ausgeprägte Lust am Minoritätenbewusstsein und an politischer Unkorrektheit, besonders bei der Darstellung des Katholizismus. Hier sind nicht die üblichen Hollywood-Stereotypen zu sehen, sondern etwas sehr bewusst anderes, das sich den Zwängen der geleckten Bilder entzieht.
Fazit: Man könnte einiges kritisieren. Aber seit den Marx Brothers hat sich niemand mehr an einen derartig unverschämt jüdischen Film gewagt. Die 500 Besucher in Berlin waren ziemlich angetan. Es sind 90 gelungene Minuten ohne Längen und Respekt vor irgendwas. Gläubige Katholiken werden ihn hassen.
Ja. Das ist ein Kompliment.
The Hebrew Hammer lässt kein Klischee aus, um sich dann darüber lustig zu machen. Der Film ist absolut respektlos; so bitterböse und zynisch in der Beiläufigkeit des Übertretens aller Grenzwerte, dass es manchmal selbst für Abgebrühte *etwas* viel wird.
Die Handlung ist ebenso simpel wie durchgeknallt: Der Weihnachtsmann fällt einem Komplott der Rentiere und seines Sohnes, der Weihnachtsmann anstelle des Weihnachtsmannes werden will, zum Opfer. Kaum an der Macht, macht der sich daran, Juden zu konvertieren und die jüdische Atomuhr für die Feiertage zu vernichten, um das jüdische Chanukka-Fest auszulöschen.
Auf der anderen Seite steht Mordechai, the Hebrew Hammer, im schwarzen Ledermantel, immer eine Kanone in der Hand und einen flotten Spruch auf den Lippen. Angeheuert von einem jüdischen Geheimdienst, verprügelt der Hammer Nazis, terrorisiert Antisemiten und jagt den Weihnachtsmann von New York über Jerusalem bis zum Showdown am Nordpol. Dazwischen legt er Frauen flach, was bei einem Mann nicht überraschen kann, auf dessen Bürotür "Certified Circumcised Dick" steht. Dabei wird kräftig in der Filmgeschichte geplündert. Shaft ist noch irgendwie logisch, aber Rambo und Hollywoods schwarze Serie sind beim Hammer auch dabei.
Es gibt ein paar echte Highlights. Allein die Eingangsszenen, ein Alptraumerlebnis des jungen Hammer in einer katholischen Schule zu Weihnachten, sind den Eintrittspreis wert. Danach fällt der Film immer wieder in nicht allzu sauber gemachten Klamauk ab. Wenn es um die Demontage der Kuppelei in der Familie geht, war Kissing Jessica weitaus witziger und treffender, ohne in die ganz tiefen Schubladen greifen zu müssen.
The Hebrew Hammer fängt die Defizite durch ein rasantes Tempo und viel Spielwitz auf. Der Sprachwitz geht dagegen unter - das Tohuwabohu aus Jiddisch und Rapper-Slang ist eher schwer zu verstehen, und eine deutsche Übersetzung scheint kaum möglich. Bei der Musik klappt´s aber mit dem Crossover: Das Shaft-Thema mit einer Klezmer-Fidel remixed - klingt verrückt, passt aber.
Der Low-Budget-Produktion sieht man dem Film allenthalben an, aber das verleiht ihm eher eine gewisse Authentizität. Dazu kommt eine ausgeprägte Lust am Minoritätenbewusstsein und an politischer Unkorrektheit, besonders bei der Darstellung des Katholizismus. Hier sind nicht die üblichen Hollywood-Stereotypen zu sehen, sondern etwas sehr bewusst anderes, das sich den Zwängen der geleckten Bilder entzieht.
Fazit: Man könnte einiges kritisieren. Aber seit den Marx Brothers hat sich niemand mehr an einen derartig unverschämt jüdischen Film gewagt. Die 500 Besucher in Berlin waren ziemlich angetan. Es sind 90 gelungene Minuten ohne Längen und Respekt vor irgendwas. Gläubige Katholiken werden ihn hassen.
Ja. Das ist ein Kompliment.
... link (0 Kommentare) ... comment
6 Uhr Abend in Berlin
uceda, 19:12h
ist eine leckere Zeit, wen man an der Ecke zwischen Wilhelmstrasse und Lazarettstrasse steht, und alle vor einem nach links abbiegen wollen. Rechts hingegen wartet ein Termin mit 20 Leuten, und man selbst ist der Stargast. Das dauert. Und so lange kann man all die hübschen jiddischen Schimpfworte üben, die man einen Tag zuvor bei The Hebrew Hammer gelernt hat.
Es sind viele Schimpfworte. Aber man hat genügend Zeit, sie anzubringen. Mehrfach.
Es sind viele Schimpfworte. Aber man hat genügend Zeit, sie anzubringen. Mehrfach.
... link (0 Kommentare) ... comment
Mittwoch, 26. November 2003
Die falsche Tatsachenbehauptung des Tages
uceda, 20:23h
Wenn wir gerade über durchgeknallte Weihnachtsmänner reden:So abwegig scheint es gar nicht zu sein: In Vicksburg, Missisippi wurde eine Synagoge beschmiert. Mit der Behauptung, Jesus würde bald kommen. Mal schaun. Ich hab da so meine Zweifel.
... link (3 Kommentare) ... comment
Apropos Heeb
uceda, 20:09h
Früher hiess es ja, dass man Printcontent nicht online verpulvern sollte - aber die Zeiten haben sich geändert. Ein Teil des Heftes ist ab sofort online. Unter anderem ein Interview mit dem Pulitzerpreis-Gewinner Tony Kushner, Juden und das Hiphop-Buzz und der Punkrocker Perry Farrell: "I think, then, that I was put here to be a sexy motherfucker"
... link (0 Kommentare) ... comment
The Hebrew Hammer
uceda, 19:41h
gibt Berlin gleich was uffn Kopp: Der 1. jüdische Actionheld der Filmgeschichte steht vor seiner Europapremiere. Nichts für Freunde besinnlichen Dialogs: Der illegitime Sohn des Weihnachtsmannes will das jüdische Chanukka-Fest vernichten, um die Weltherrschaft für Weihnachten an sich zu reissen. Doch der Hebrew Hammer zeigt ihm mit der Agentin Esther und seinem Sidekick Mohammed, was eine jüdische Harke ist!
Irrsinnsklamauk zwischen Marvelcomic und Blaxploitation. Mehr Infos hier und hier.
Irrsinnsklamauk zwischen Marvelcomic und Blaxploitation. Mehr Infos hier und hier.
... link (0 Kommentare) ... comment
Dienstag, 25. November 2003
Ausnahmezustand
uceda, 20:10h
Mal wieder halb Berlin gesperrt. Wilhelmstrasse vor der britischen Botschaft sowieso, aber auch sonst überall Mannschaftswägen, Kontrollen und Barrieren. Von Schöneberg bis Prenzlberg 45 Minuten - heftig, das. Und zum Abschluss, als dann freie Fahrt war, ein Blitzer. Da habe ich aber schon einen Parkplatz gesucht ;-)
... link (1 Kommentar) ... comment
Montag, 24. November 2003
Pics of da Heeb Party
uceda, 21:34h
... link (2 Kommentare) ... comment
Da Pixxies
uceda, 21:31h

Jennifer Bleyer herself

Jennifer Bleyer, Nancy Schwarzmann, Josh Neumann: The brains behind Heebs

Heebs have Boobs n Buts, says this fine Mame

Heeb on Speed: Elektro Jiddish

Never seen such things before: The crowd is cheering
... link (1 Kommentar) ... comment
Was ich gerne tun würde.
uceda, 21:17h
(neben endlich einen Hotspot in Berlin finden)
Ich bin Münchner. Will sagen, ich habe die Angewohnheit, die StVZO italienisch flexibel auszulegen. Überall Autos, alles zugeparkt, also schnell mal in zweiter Reihe geparkt, und so. Und wenn ich schnell mal wo reinspringen muss, um Hallo zu sagen, einen Schlüssel zu holen und Bussi zu geben, dann soll das auch gehen. Schlimmstenfalls gibt´s einen Strafzettel, der ist gerecht, dann einen ebenso gerechten Einspruch durch meine Schwester, und dann wird das schon.
So würde ich auch gern schnell mal bei einer Bekannten vorbei schauen. Nur arbeitet die in der Synagoge Oranienburgerstrasse. Davor gibt es noch nicht mal eine erste Reihe. Hier kann niemand stehen bleiben. Also Parkplatz suchen, und das in Berlin, und mit etwas Glück einen finden, etwa 500 Meter entfernt. Dann entlang der Absperrungen, ran an die drei Polizisten mit Maschinengewehren. Erklären, warum man da rein will. Meine Bekannte ist eine der Celebrities hier, aber die Polizisten kennen sie nicht. Rein darf ich dann doch, klar. Schleuse auf, angucken lassen, Metalldetektor, und die Kamera aufmachen, zum Reinschauen. Keine Photos, aber ich wollte die Kamera ohnehin nur nicht im Wagen lassen. Handy ausmachen. Bekannte suchen. Finden. Das rausgehen ist dagegen relativ unkompliziert, wenn es einem nichts ausmacht, dass eine der MPs mal zufällig in Richtung des Bauches zeigt. Das sind die unverzichtbaren Guten, es geht nicht anders, ich weiss, die Bösen erst...
Zurück zum Auto. Strafzettel, weil da Parkverbot ist. Das dazu gehörende Schild war völlig zugesprayt. Danach geht man an die Spree, an der dieses Berlin liegt, und guckt, ob da nicht vielleicht ain paar Naziigelbabies sind, die man in den Fluss kicken könnte.
Ich bin Münchner. Will sagen, ich habe die Angewohnheit, die StVZO italienisch flexibel auszulegen. Überall Autos, alles zugeparkt, also schnell mal in zweiter Reihe geparkt, und so. Und wenn ich schnell mal wo reinspringen muss, um Hallo zu sagen, einen Schlüssel zu holen und Bussi zu geben, dann soll das auch gehen. Schlimmstenfalls gibt´s einen Strafzettel, der ist gerecht, dann einen ebenso gerechten Einspruch durch meine Schwester, und dann wird das schon.
So würde ich auch gern schnell mal bei einer Bekannten vorbei schauen. Nur arbeitet die in der Synagoge Oranienburgerstrasse. Davor gibt es noch nicht mal eine erste Reihe. Hier kann niemand stehen bleiben. Also Parkplatz suchen, und das in Berlin, und mit etwas Glück einen finden, etwa 500 Meter entfernt. Dann entlang der Absperrungen, ran an die drei Polizisten mit Maschinengewehren. Erklären, warum man da rein will. Meine Bekannte ist eine der Celebrities hier, aber die Polizisten kennen sie nicht. Rein darf ich dann doch, klar. Schleuse auf, angucken lassen, Metalldetektor, und die Kamera aufmachen, zum Reinschauen. Keine Photos, aber ich wollte die Kamera ohnehin nur nicht im Wagen lassen. Handy ausmachen. Bekannte suchen. Finden. Das rausgehen ist dagegen relativ unkompliziert, wenn es einem nichts ausmacht, dass eine der MPs mal zufällig in Richtung des Bauches zeigt. Das sind die unverzichtbaren Guten, es geht nicht anders, ich weiss, die Bösen erst...
Zurück zum Auto. Strafzettel, weil da Parkverbot ist. Das dazu gehörende Schild war völlig zugesprayt. Danach geht man an die Spree, an der dieses Berlin liegt, und guckt, ob da nicht vielleicht ain paar Naziigelbabies sind, die man in den Fluss kicken könnte.
... link (2 Kommentare) ... comment
Sonntag, 23. November 2003
Bauchfrei, oh Baby Baby bauchfrei
uceda, 01:20h
+++Live from the Heeb Release Party Berlin+++
Bauchfrei
So präsentiert sich Jennifer Bleyer 200 Leuten in der Villa Elisabeth. Weitere 100 sind noch draussen und tröpfeln langsam durch die Security. Und hey, sie versäumen einen Bauch, der echt nicht ohne ist. In diese Höll haben sich auch ein paar offizielle Vertreter der Gemeinde gewagt - mutig. Vermutlich verstehen sie die explicit language nicht, oder sie lassen sich nichts anmerken. Die DJs sind noch still, und die Dragqueens warten noch in der Garderobe.
Schockierend: Kein Vodka an der Bar! Meinte Nancy Schwarzmann, die Creative Director von Heeb. Nur Bier. Und Carmelwein. Not very stylish indeed. Aber wenn erst die Dragqueens, und so... Es ist kurz nach Mitternacht, und die Spannung steigt.
Bauchfrei
So präsentiert sich Jennifer Bleyer 200 Leuten in der Villa Elisabeth. Weitere 100 sind noch draussen und tröpfeln langsam durch die Security. Und hey, sie versäumen einen Bauch, der echt nicht ohne ist. In diese Höll haben sich auch ein paar offizielle Vertreter der Gemeinde gewagt - mutig. Vermutlich verstehen sie die explicit language nicht, oder sie lassen sich nichts anmerken. Die DJs sind noch still, und die Dragqueens warten noch in der Garderobe.
Schockierend: Kein Vodka an der Bar! Meinte Nancy Schwarzmann, die Creative Director von Heeb. Nur Bier. Und Carmelwein. Not very stylish indeed. Aber wenn erst die Dragqueens, und so... Es ist kurz nach Mitternacht, und die Spannung steigt.
... link (0 Kommentare) ... comment
Samstag, 22. November 2003
Angekommen
uceda, 23:19h
Und auch schon der 1. Skandal: Ein, vorsichtig gesagt, nicht besonders aufreizendes Bild der wohlbekannten Journalistin und Rabbinatsanwärterin (boh was für ein Wort!) Elisa Klapheck sorgt für Entsetzen und Erregung.
Japser, Stöhnen und Aufschreie: Nachdem eine Rabberinner sich am Freitag Abend Zugang zur Ausstellung in der Villa Elisabeth in Berlin/Prenzelberg mit besagtem Bild verschafft hatte, forderte sie ultimativ die Abhängung Das berichten die üblichen gut unterrichteten Kreise der nicht eben verschwiegenen Berliner Gemeinde. So dürfe man Rabbinerinnen nicht darstellen, und überhaupt, groser Skandal. Auch von Seiten der ultraorthodoxen Chabad-Sekte gab es dem Vernehmen zufolge Entsetzen und den Ruf nach Verboten.
Elise Klapheck im exclusiven Chuzpe-Blitzinterview: "Hä? Nur wegen nackter Oberarme? Sonst noch was? Schauen die eigentlich nach 2 Uhr Nachts mal fern? 21. Century, anyone?"
Und jetzt noch die Heeb Party... das kann ja heiter werden.
Japser, Stöhnen und Aufschreie: Nachdem eine Rabberinner sich am Freitag Abend Zugang zur Ausstellung in der Villa Elisabeth in Berlin/Prenzelberg mit besagtem Bild verschafft hatte, forderte sie ultimativ die Abhängung Das berichten die üblichen gut unterrichteten Kreise der nicht eben verschwiegenen Berliner Gemeinde. So dürfe man Rabbinerinnen nicht darstellen, und überhaupt, groser Skandal. Auch von Seiten der ultraorthodoxen Chabad-Sekte gab es dem Vernehmen zufolge Entsetzen und den Ruf nach Verboten.
Elise Klapheck im exclusiven Chuzpe-Blitzinterview: "Hä? Nur wegen nackter Oberarme? Sonst noch was? Schauen die eigentlich nach 2 Uhr Nachts mal fern? 21. Century, anyone?"
Und jetzt noch die Heeb Party... das kann ja heiter werden.
... link (0 Kommentare) ... comment
Wenn das hier im Blog erscheint,
uceda, 12:48h
dann gibt es einen wahrscheinlich absichtlich offen zugänglichen WLAN-Accesspoint an der Autobahn im nördlichen Franken. Das Zeichen )( habe ich als alter Wardriver zwar nicht gefunden, aber hinterlassen. Bei so etwas kann ich einfach nicht wiederstehen. Nett, das.
In Berlin ist es eher traurig: Da hat ein Startup mit Mondpreisen den Markt kaputt gemacht. Mal gucken, was mein Sniffer meint...
In Berlin ist es eher traurig: Da hat ein Startup mit Mondpreisen den Markt kaputt gemacht. Mal gucken, was mein Sniffer meint...
... link (0 Kommentare) ... comment
Sag beim Abschied leise servus
uceda, 02:00h
zu dieser knallschwarzen, idiotenroten, bornierten, bauernschlauen, dauerblondierten Dummbratzen-Bewegungshauptstadt München, auch bekannt als Munich Area oder Isar Valley oder das führende Prosit für den Marktführer der Gemütlichkeit.

Ich fliege ab!

Ich fliege ab!
... link (0 Kommentare) ... comment
Sprechen wir über Berlin
uceda, 01:52h
oder besser, sprechen wir als Reisevorbereitung über Leute, die über Berlin sprechen.
Gemeint sind ein paar Jungredakteuere der FAZ, dem Hausblatt des Bildungsbürgergehirns in den Grenzen von 1939ff. Diese Nachwuchs-Rheinwächter nun hatten das Unglück, aus dem edlen Glasbeton-Frankfurt nach Berlin geschickt zu werden, und um sich selbst zu entschädigen, schrieben sie ein Buch, wie böse, mies und hässlich dieses Berlin a. d. Spree ist. Hier spricht Berlin, war der Titel der Abrechnung.
So ein Buch könnte beim durchnittlichen bayerischen Juden natürlich positive Aufnahme finden, hätte er früher nicht die Tempo gelesen. Denn der Rädelsführer der Kleinschriftsteller ist kein noch Geringerer als Claudius Seidl. Der stammt aus Würzburg, dem Inbegriff der Provinz, und nur aus dem Bemühen, dieser Provinz zu entkommen, ist das grosskotzige Gehabe zu verstehen, das das schmale Buch prägt.
Seidl ist der klassische Fall des kleinen Provinzspiessers, der in die grosse Stadt zieht, durch Anbiederung ein übler Blender wird, sich an die Spitze einer Bewegung setzen will und dann die grosse Stadt, das Babul aus Würzburger Sicht, schlechtmacht. Seidl hat so einen Dolchstoss schon einmal an München exerziert. Was damals, vor 10 Jahren in der Tempo stand, steht heute wieder im Buch, das Kläffen ist das gleiche. Immer schön laut gegen Orte, die die eigene Kamarilla zuerst hochgejubelt hat.
Man fragt sich: Was treibt diesen Mann, das zu tun? Hat nicht die FAZ selbst Berlin nach oben geschrieben, mit einem gewissen Illies an der Spitze, der sich, ganz Qualitätsjournalist, von Tom Kummer gefälschte Interviews andrehen liess? Ist es die Pleite der FAZ in Berlin, das die Wut entfacht?
Nach dem Lesen würde ich sagen: Nein. Was Seidl mit seinen Kaipi-Kumpels ankreidet, ist genau das, was er nicht hat: Charakter. Diese Mischung aus Eigensinn und Zärtlichkeit, die Metropolen und Menschen ins Verderben rennen lässt, in Sackgassen, ins Scheitern. Dafür kann man sie lieben oder hassen. Das fehlt Herrn Seidl. Herr Seidl kann mal Tempo, dann Spiegel, dann Sueddeutsche, und dann FAZ, wo er immer noch als junger Rebell gelten möchte. Herr Seidl kann alles. Er kann sich anpassen. Er ist flexibel. Überzeugungen hat er keine. Und was er wirklich denkt, in seinem kleinen Würzburger Oberstübchen, das wird dann nochmal aufgegossen und zu Geld gemacht. Dafür kann man ihn nur verachten.
Insofern ist "Hier spricht Berlin" nicht als Abrechnung mit der Stadt zu lesen, sondern als Dokument der Mittelmässigkeit eines führenden Mitläufers, eines angedissten fränkischen Radaubruders, der sich am Niedergang aufgeilt wie der Sittenwart des 19. Jahrhunderts an gefallenen Mädchen.
Berlin kann eigentlich nichts dafür, dass es eine marode Stadt ist. Der Berliner als solcher, Ost wie West, wurde jahrzehntelang vom Restland gepäppelt und kann sich nur schlecht daran gewöhnen, kein Luxusalmosenempfänger mehr zu sein. Es kam immer einer, der ihn aus dem Sumpf zog - heute bleiben diese Samariter aus, dann bleibt er eben im Sumpf.
Ist okay. Irgendwie. Wer einmal versucht hat, in Würzburg vernünftigen Falaffel zu bekommen, findet Berlin schnell wieder gut.
Gemeint sind ein paar Jungredakteuere der FAZ, dem Hausblatt des Bildungsbürgergehirns in den Grenzen von 1939ff. Diese Nachwuchs-Rheinwächter nun hatten das Unglück, aus dem edlen Glasbeton-Frankfurt nach Berlin geschickt zu werden, und um sich selbst zu entschädigen, schrieben sie ein Buch, wie böse, mies und hässlich dieses Berlin a. d. Spree ist. Hier spricht Berlin, war der Titel der Abrechnung.
So ein Buch könnte beim durchnittlichen bayerischen Juden natürlich positive Aufnahme finden, hätte er früher nicht die Tempo gelesen. Denn der Rädelsführer der Kleinschriftsteller ist kein noch Geringerer als Claudius Seidl. Der stammt aus Würzburg, dem Inbegriff der Provinz, und nur aus dem Bemühen, dieser Provinz zu entkommen, ist das grosskotzige Gehabe zu verstehen, das das schmale Buch prägt.
Seidl ist der klassische Fall des kleinen Provinzspiessers, der in die grosse Stadt zieht, durch Anbiederung ein übler Blender wird, sich an die Spitze einer Bewegung setzen will und dann die grosse Stadt, das Babul aus Würzburger Sicht, schlechtmacht. Seidl hat so einen Dolchstoss schon einmal an München exerziert. Was damals, vor 10 Jahren in der Tempo stand, steht heute wieder im Buch, das Kläffen ist das gleiche. Immer schön laut gegen Orte, die die eigene Kamarilla zuerst hochgejubelt hat.
Man fragt sich: Was treibt diesen Mann, das zu tun? Hat nicht die FAZ selbst Berlin nach oben geschrieben, mit einem gewissen Illies an der Spitze, der sich, ganz Qualitätsjournalist, von Tom Kummer gefälschte Interviews andrehen liess? Ist es die Pleite der FAZ in Berlin, das die Wut entfacht?
Nach dem Lesen würde ich sagen: Nein. Was Seidl mit seinen Kaipi-Kumpels ankreidet, ist genau das, was er nicht hat: Charakter. Diese Mischung aus Eigensinn und Zärtlichkeit, die Metropolen und Menschen ins Verderben rennen lässt, in Sackgassen, ins Scheitern. Dafür kann man sie lieben oder hassen. Das fehlt Herrn Seidl. Herr Seidl kann mal Tempo, dann Spiegel, dann Sueddeutsche, und dann FAZ, wo er immer noch als junger Rebell gelten möchte. Herr Seidl kann alles. Er kann sich anpassen. Er ist flexibel. Überzeugungen hat er keine. Und was er wirklich denkt, in seinem kleinen Würzburger Oberstübchen, das wird dann nochmal aufgegossen und zu Geld gemacht. Dafür kann man ihn nur verachten.
Insofern ist "Hier spricht Berlin" nicht als Abrechnung mit der Stadt zu lesen, sondern als Dokument der Mittelmässigkeit eines führenden Mitläufers, eines angedissten fränkischen Radaubruders, der sich am Niedergang aufgeilt wie der Sittenwart des 19. Jahrhunderts an gefallenen Mädchen.
Berlin kann eigentlich nichts dafür, dass es eine marode Stadt ist. Der Berliner als solcher, Ost wie West, wurde jahrzehntelang vom Restland gepäppelt und kann sich nur schlecht daran gewöhnen, kein Luxusalmosenempfänger mehr zu sein. Es kam immer einer, der ihn aus dem Sumpf zog - heute bleiben diese Samariter aus, dann bleibt er eben im Sumpf.
Ist okay. Irgendwie. Wer einmal versucht hat, in Würzburg vernünftigen Falaffel zu bekommen, findet Berlin schnell wieder gut.
... link (4 Kommentare) ... comment
Freitag, 21. November 2003
Richtung Norden...
uceda, 18:01h
...und dann immer gerade aus, noch etwas nach Osten, und dort ist sie dann, die gerne sein wollende Metropole, der Vorort von Marzahn, die Mitte aller Tübinger Zahnarzttöchter, das Bundeshauptslum, kurz: Berlin a. d. Spree.

Ich eiche meinen Sextanten, öle den Motor und fülle die Koffer, den morgen geht´s los. In Berlin, da ist die grosse Heeb-Party, und auch sonst einiges, das aber mit Judentum nichts zu tun hat. Jedenfalls ist dort, wo ich bin, ein Katzenpaar mit biblischen Namen, aber nur wenig Internet. Deshalb wird es mit den Updates hier etwas holprig.
Aber die Bilder von der grossen Party sollten Sonntags, später Nachmittag, online sein. Mal schaun, je nachdem. -> Aspirin muss ich noch kaufen, richtig.

Ich eiche meinen Sextanten, öle den Motor und fülle die Koffer, den morgen geht´s los. In Berlin, da ist die grosse Heeb-Party, und auch sonst einiges, das aber mit Judentum nichts zu tun hat. Jedenfalls ist dort, wo ich bin, ein Katzenpaar mit biblischen Namen, aber nur wenig Internet. Deshalb wird es mit den Updates hier etwas holprig.
Aber die Bilder von der grossen Party sollten Sonntags, später Nachmittag, online sein. Mal schaun, je nachdem. -> Aspirin muss ich noch kaufen, richtig.
... link (0 Kommentare) ... comment
Die nu wieder...
uceda, 14:35h
Ein gewisser Herr Lehmann (nicht der bekannte Bierzapfer aus Berlin, sondern sein Namensvetter, der Kardinal) zapft heute heftigst, und zwar ein Zeug, dass man man gleich zur Flasche greifen möchte:
Herr Hohmann werde dem zufolge zum "Sündenbock" gemacht. Quasi der Opferhohmann. Man möchte da nachhaken: Vielleicht auch die Täter-Merkel? Und was sind dann erst Leute wie Paul Spiegel? Da denkt der Lehmann nicht weiter. Aber der Leh- ist gegen den Partei-Rausschmiss von Hohmann. Gleichzeitig prahlt er damit rum, dass er böse Anrufe kriegt, wenn er was "Positives über das jüdische Volk" sagt. Sind wir nicht alle gerne Opfer, he?
Vor bösen Anrufen braucht er diesmal sicher keine Angst haben. Und die nächste "Woche der Brüderlichkeit" ist dann wieder die Gelegenheiten für "Positives". Wieso bitte können solche Leute nicht einfach mal STILL sein?
Update: Ich bin eigentlich ein ganz Netter. Sagen würde ich es deshalb nicht. Aber linken schon. ;-)
Herr Hohmann werde dem zufolge zum "Sündenbock" gemacht. Quasi der Opferhohmann. Man möchte da nachhaken: Vielleicht auch die Täter-Merkel? Und was sind dann erst Leute wie Paul Spiegel? Da denkt der Lehmann nicht weiter. Aber der Leh- ist gegen den Partei-Rausschmiss von Hohmann. Gleichzeitig prahlt er damit rum, dass er böse Anrufe kriegt, wenn er was "Positives über das jüdische Volk" sagt. Sind wir nicht alle gerne Opfer, he?
Vor bösen Anrufen braucht er diesmal sicher keine Angst haben. Und die nächste "Woche der Brüderlichkeit" ist dann wieder die Gelegenheiten für "Positives". Wieso bitte können solche Leute nicht einfach mal STILL sein?
Update: Ich bin eigentlich ein ganz Netter. Sagen würde ich es deshalb nicht. Aber linken schon. ;-)
... link (1 Kommentar) ... comment
Man soll nicht vorschnell urteilen, heisst es
uceda, 13:40h
Hab ich aber in Fragen des israelischen Raps getan. Gestern Abend, in einer Stimmung, die auch schon mal besser war. Schliesslich hat es bei einem Speichervorgang 50 jpgs derbröselt. Muss man mal schaffen.
Heute morgen* scheint die Sonne von einem Himmel, in dessen Blau man beissen möchte. Der Tee ist anregend. Ich habe gut geschlafen. Mich erwartet ein spassiges Wochenende. Ich lasse den MP3-Player mit der Israel-Playlist einfach nochmal laufen, und versuche, beim Überbacken eines Baguettes mitzuwackeln.
Es geht nicht. Es klingt wie halbflüssiger Beton. Es macht hier ein bisschen Matscchhh und da ist noch ein Blubbbb, das mir weismachen will, eine Bassdrum zu sein. Die Sänger singen reichlich melodisch, während sie veruchen, den Text etwas abzuhacken. Nach einer Minute finde ich es vollkommen lächerlich, bei diesem Kindergarten-Hiphop irgendwas anderes zu tun, als zu gucken, auf welcher MD nochmal Seeed abgespeichert sind. Schliesslich ist das ihr Gebiet. Echt.

*keine blöden Bemerkungen bitte. Alles vor 15 Uhr ist Morgen. 1, 2, sind wir nicht alle ein bischen Studenten?
Heute morgen* scheint die Sonne von einem Himmel, in dessen Blau man beissen möchte. Der Tee ist anregend. Ich habe gut geschlafen. Mich erwartet ein spassiges Wochenende. Ich lasse den MP3-Player mit der Israel-Playlist einfach nochmal laufen, und versuche, beim Überbacken eines Baguettes mitzuwackeln.
Es geht nicht. Es klingt wie halbflüssiger Beton. Es macht hier ein bisschen Matscchhh und da ist noch ein Blubbbb, das mir weismachen will, eine Bassdrum zu sein. Die Sänger singen reichlich melodisch, während sie veruchen, den Text etwas abzuhacken. Nach einer Minute finde ich es vollkommen lächerlich, bei diesem Kindergarten-Hiphop irgendwas anderes zu tun, als zu gucken, auf welcher MD nochmal Seeed abgespeichert sind. Schliesslich ist das ihr Gebiet. Echt.

*keine blöden Bemerkungen bitte. Alles vor 15 Uhr ist Morgen. 1, 2, sind wir nicht alle ein bischen Studenten?
... link (2 Kommentare) ... comment
... older stories







