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Dienstag, 5. April 2005
Wunderbar
uceda, 00:43h
Das sind so die Tage, da sitzt man auf seinem Medaillonteppich in der Sonne des frühen Nachmittags, trinkt Tee und erfahrt alle paar Minuten etwas über das Absaufen von Leuten, denen man schon immer einen Mühlstein und ein 10-Meter-Becken gewünscht hat, damit sie mal begreifen, was sie mit ihrer Politik für so an sich nicht unschöne Länder wie Österreich und Italien bedeuten. Herrlich, man ist ausgewogen und ruhig, wie man das eben auf Teppichen sein soll, deren florales Muster den Paradiesgarten symbolisiert.

Ad 1: Silvio Berlusconi hat die Regionalwahlen in Italien desaströs verloren - 11 von 13 Provinzen gingen an die Opposition. Da hilft dem Westentaschen-Mossulini auch keine Gleichschaltung der Medien mehr. Vorsicht ist angeraten - gestürzte Dikatoren in Italien enden schon mal kopfüber und durchsiebt an einer Tankstelle baumelnd, auch wenn sie jahrelang mit den Medien das Land kontrollieren wollten. Oder wie wären ein paar Jahre Knast wegen Bestechung? Letzter Furza Italia, vermute ich.
Ad 2: Jörg "anständige Beschäftigungspolitik" Haiders anständiger politischer Selbstmord unter gleichzeitiger Vernichtung der FPÖ und Neugründung einer Bewegung, die ihm lemminggleich ins Nichts folgen wird. Das letzte Mal in dieser krassen Form am rechten Rand war so ein Spektakel im Führerbunker vor ziemlich genau 60 Jahren zu beobachten. Was für eine Freakshow! Was für ein abstossendes, machtgeiles Geschmeiss, das sich da gegenseitig an die Gurgel geht!
Unser Europa wurde heut ein Stück schöner. Ganz sicher.

Ad 1: Silvio Berlusconi hat die Regionalwahlen in Italien desaströs verloren - 11 von 13 Provinzen gingen an die Opposition. Da hilft dem Westentaschen-Mossulini auch keine Gleichschaltung der Medien mehr. Vorsicht ist angeraten - gestürzte Dikatoren in Italien enden schon mal kopfüber und durchsiebt an einer Tankstelle baumelnd, auch wenn sie jahrelang mit den Medien das Land kontrollieren wollten. Oder wie wären ein paar Jahre Knast wegen Bestechung? Letzter Furza Italia, vermute ich.
Ad 2: Jörg "anständige Beschäftigungspolitik" Haiders anständiger politischer Selbstmord unter gleichzeitiger Vernichtung der FPÖ und Neugründung einer Bewegung, die ihm lemminggleich ins Nichts folgen wird. Das letzte Mal in dieser krassen Form am rechten Rand war so ein Spektakel im Führerbunker vor ziemlich genau 60 Jahren zu beobachten. Was für eine Freakshow! Was für ein abstossendes, machtgeiles Geschmeiss, das sich da gegenseitig an die Gurgel geht!
Unser Europa wurde heut ein Stück schöner. Ganz sicher.
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Sonntag, 3. April 2005
Anders sein
uceda, 01:55h
Es gibt Stunden, da merkt man die Andersartigkeit besonders stark. Das war schon so, als Ajatolla Khomeni gestorben ist, und man im Iran diese seltsame Totenshow abzog, und das ist im Moment wieder so. Das Judentum hat einen recht, hm, undramatischen Umgang mit dem Tod, begraben werden muss am nächsten Tag, da bleibt keine Zeit für gigantische Zeremonien. Blumen am Grab sind kein Thema, und auch der Grabstein muss 1 Jahr warten. Und dann gibt es auch noch keine ausgewiesenen Führer - das Judentum ist, von ein paar Sekten abgesehen, relativ lässig im Umgang und der Bewertunng von Führungspersonal. Rabbiner und Oberrabbiner sind nun mal keine Mittler zwischen Volk und dem Einzigen, wie sich das Christentum das so vorstellt. Sie können auch abgewählt werden, oder in stinknormale Pension gehen. Kein Problem, das Judentum läuft auch so ganz gut.
Einzige Ausnahmen sind etwa die Lubawitscher mit ihrem Rebbe, der, aus der ostjüdischen Tradition stammend, tatsächlich eine zentrale Führungsfigur war. Aber selbst da lief das Ende bei weitem nicht so showmässig würdelos ab. Ich weiss nicht, ob der momentane Bohei wirklich typisch für das Christentum ist, aber es passt zum Bild dieser doch etwas exaltierten Religion, mit ihrer krassen Bildersprache und öffentlichen Lust am Leiden und der Schuld. Sehr strange, das alles.

Zum Glück, denke ich zumindest, ist viel von dem, was da in den Medien aufgeführt wird, glatte Erfindung. Ich sehe selbst hier im katholischen Kernland nicht, dass sich die Menschen weinend in den Armen liegen. Die Kneipen sind voll, die Gespräche gut wie immer, es wird gegessen, und auch die Freudenhäuser sind hell erleuchtet. Alles nur Show, alles nur Getue und Schlagzeilenmache. Morgen wird auf Pro7 sicher wieder geballert, und 9Live wird die Ereignisse des Tages später mal als Frage für 1000 Euro verwursten. Vielleicht nicht schön, aber immer noch besser als eine Religion, die an solchen Momenten kollektiv den Rappel kriegt, wie früher. Hatten wir schon mal, brauchen wir eigentlich nicht mehr.
Einzige Ausnahmen sind etwa die Lubawitscher mit ihrem Rebbe, der, aus der ostjüdischen Tradition stammend, tatsächlich eine zentrale Führungsfigur war. Aber selbst da lief das Ende bei weitem nicht so showmässig würdelos ab. Ich weiss nicht, ob der momentane Bohei wirklich typisch für das Christentum ist, aber es passt zum Bild dieser doch etwas exaltierten Religion, mit ihrer krassen Bildersprache und öffentlichen Lust am Leiden und der Schuld. Sehr strange, das alles.

Zum Glück, denke ich zumindest, ist viel von dem, was da in den Medien aufgeführt wird, glatte Erfindung. Ich sehe selbst hier im katholischen Kernland nicht, dass sich die Menschen weinend in den Armen liegen. Die Kneipen sind voll, die Gespräche gut wie immer, es wird gegessen, und auch die Freudenhäuser sind hell erleuchtet. Alles nur Show, alles nur Getue und Schlagzeilenmache. Morgen wird auf Pro7 sicher wieder geballert, und 9Live wird die Ereignisse des Tages später mal als Frage für 1000 Euro verwursten. Vielleicht nicht schön, aber immer noch besser als eine Religion, die an solchen Momenten kollektiv den Rappel kriegt, wie früher. Hatten wir schon mal, brauchen wir eigentlich nicht mehr.
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Freitag, 1. April 2005
Fucking up old Nazi Bastards
uceda, 01:14h
So, Joschka Fischer geht also nach der Methode Rasenmäher über Mitarbeiter seines Hauses hinweg, die zwischen 33-45 das Hakenkreuz am Revers hatten. Die sollen nicht mehr öffentlich geehrt werden, wenn sie denn das Zeitliche segnen. Prompt geht ein Sturm der Entrüstung durch die eigenen Reihen, und auch so manche Zeitungm, die nach 45 nicht ohne PGs oder gar SS auskam, fühlt sich bemüssigt, mit drein zu schlagen...
Es ist so: Entgegen der Fama gab es viele Mitarbeiter des Diplomatischen Dienstes, die keine Parteigenossen waren. Wer ein Mitglied wurde, musste sich erst mal drum bewerben. Das haben auch viele getan, sei es nun aus Überzeugung, Karrieregeilheit oder Mitläufertum.
Die Überzeugten: Ganz klar - es geht hier nicht darum, sie nach ihrem Tod zu Schrumpfköpfen zu verarbeiten und den grünen Parteitagsdelegierten zu schenken, sondern um das Ausbleiben einer besonderen Ehrung. Warum sollte man solche Leute auch ehren? Lügen erfinden, von wegen, dass sie einen guten Job gemacht haben, wenn sie jahrelang beim grössten Verbrechen der neuesten Geschichte mitgemacht haben? Würdigt man da nicht die herab, die sauber geblieben sind, wenn selbst die übelsten Kreaturen hgelobt werden?
Dia Nazi-Arschkriecher: Die repräsentierten de facto und de jure den Willen Adolf Hitlers. Und ordneten sich gezielt unter, um im Mastdarm der braunen Brut vorranzukommen. Ehre - wofür bitte? Warum? Wie verkommen muss man denn sein, um nicht mehr geehrt zu werden?
Die Mitläufer: Tja. Mitgefangen, Mitgehangen, das sind die Regeln des Spiels.
Fischer hat vollkommen Recht, die Jungs nicht zu ehren - und würde man ihnen ins Gesicht spucken, wäre das nicht fein, aber angesichts ihres eigenen Versagens immer noch eine lässliche Kleinigkeit.
Besonders perfide erscheinen mir Entschulder und Versöhnlinge, die sagen, ganz Deutschland habe eine zweite Chance bekommen, das müsse man den Diplomaten auch zugestehen. Nicht ganz fucking Deutschland war an so entscheidender Stelle wie die Diplomaten, die Mehrheit hat den Falschen gewählt und war danach feige. Die Mehrheit war aber nicht bei der Partei, und hat nicht Angriffskriege und Völkermord mitkoordiniert. Nach der Argumentation hätte man jedes dreckige Schwein der Wehrmachtsführung begnadigen müssen, was man zum Glück nicht getan hat.
Die Ex-Nazi-Bande im AA kann froh sein, dass sie so billig davon kommt. Und das Geld fehlt, mal ganz genau nachzuforschen, was die Jungs im 2. Weltkrieg eigentlich genau gemacht haben. Fischer ist immer noch gnädig. Leider.
Es ist so: Entgegen der Fama gab es viele Mitarbeiter des Diplomatischen Dienstes, die keine Parteigenossen waren. Wer ein Mitglied wurde, musste sich erst mal drum bewerben. Das haben auch viele getan, sei es nun aus Überzeugung, Karrieregeilheit oder Mitläufertum.
Die Überzeugten: Ganz klar - es geht hier nicht darum, sie nach ihrem Tod zu Schrumpfköpfen zu verarbeiten und den grünen Parteitagsdelegierten zu schenken, sondern um das Ausbleiben einer besonderen Ehrung. Warum sollte man solche Leute auch ehren? Lügen erfinden, von wegen, dass sie einen guten Job gemacht haben, wenn sie jahrelang beim grössten Verbrechen der neuesten Geschichte mitgemacht haben? Würdigt man da nicht die herab, die sauber geblieben sind, wenn selbst die übelsten Kreaturen hgelobt werden?
Dia Nazi-Arschkriecher: Die repräsentierten de facto und de jure den Willen Adolf Hitlers. Und ordneten sich gezielt unter, um im Mastdarm der braunen Brut vorranzukommen. Ehre - wofür bitte? Warum? Wie verkommen muss man denn sein, um nicht mehr geehrt zu werden?
Die Mitläufer: Tja. Mitgefangen, Mitgehangen, das sind die Regeln des Spiels.
Fischer hat vollkommen Recht, die Jungs nicht zu ehren - und würde man ihnen ins Gesicht spucken, wäre das nicht fein, aber angesichts ihres eigenen Versagens immer noch eine lässliche Kleinigkeit.
Besonders perfide erscheinen mir Entschulder und Versöhnlinge, die sagen, ganz Deutschland habe eine zweite Chance bekommen, das müsse man den Diplomaten auch zugestehen. Nicht ganz fucking Deutschland war an so entscheidender Stelle wie die Diplomaten, die Mehrheit hat den Falschen gewählt und war danach feige. Die Mehrheit war aber nicht bei der Partei, und hat nicht Angriffskriege und Völkermord mitkoordiniert. Nach der Argumentation hätte man jedes dreckige Schwein der Wehrmachtsführung begnadigen müssen, was man zum Glück nicht getan hat.
Die Ex-Nazi-Bande im AA kann froh sein, dass sie so billig davon kommt. Und das Geld fehlt, mal ganz genau nachzuforschen, was die Jungs im 2. Weltkrieg eigentlich genau gemacht haben. Fischer ist immer noch gnädig. Leider.
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Donnerstag, 31. März 2005
Na so was...
uceda, 01:44h
Da wächst man jahrzehnte lang im besten Glauben auf: Mit Palästina oder Zionismus hatte unsereins überhaupt gleich gar nichts zu tun, darum kümmerte man sich nicht, Auswandern war eigentlich nie ein Thema, schon gar nicht da runter, und erst recht nicht vor 1933.
Aber dann kommt der Abend, an dem man wegen eines Events ein altes Familienphoto braucht, man durchsucht alles, was so da ist, findet noch ein älteres Album, guckt es durch, und hoppla:

Ei ei ei, welcher angeblich nicht existierende Zionist in der Familie hat sich denn gleich ein paar Dutzend Ansichten vom Land der Väter besorgt? Und die auch gleich so richtig gesammelt? Das passt aber gar nicht zum Bild der treudeutschen Staatsbürger jüdischen Glaubens. Und die Nackedeis, die hier nicht abgebildet sind, sollen wohl abschreckende Beispiele von Tempelprostitution sein oder wie darf ich das verstehen?
Vielleicht sollte ich mich doch mal genauer mit dieser Kiste da auseinandersetzen...
Aber dann kommt der Abend, an dem man wegen eines Events ein altes Familienphoto braucht, man durchsucht alles, was so da ist, findet noch ein älteres Album, guckt es durch, und hoppla:

Ei ei ei, welcher angeblich nicht existierende Zionist in der Familie hat sich denn gleich ein paar Dutzend Ansichten vom Land der Väter besorgt? Und die auch gleich so richtig gesammelt? Das passt aber gar nicht zum Bild der treudeutschen Staatsbürger jüdischen Glaubens. Und die Nackedeis, die hier nicht abgebildet sind, sollen wohl abschreckende Beispiele von Tempelprostitution sein oder wie darf ich das verstehen?
Vielleicht sollte ich mich doch mal genauer mit dieser Kiste da auseinandersetzen...
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Mittwoch, 30. März 2005
Armageddon
uceda, 01:49h
Das war ja klar: Irgendwann würde es mal wieder ganz heftig krachen, zwischen Liberalen und den ultraorthodoxen Chabad-Leuten. Tut es auch - in Russland. Die weltweit dominierende Reform-Bewegung sei demnach eigentlich kein Judentum, sagt ein russischer Oberrabbiner.
Das wird ganz heftig. ich habe den Mann mal erlebt, kurz nach seiner nicht eben glatt verlaufenden Amtseinführung. Das ist keiner, der zurücksteckt. Und vermutlich wird Chabad weltweit ihm zur Hilfe eilen. Andererseits - wer sagt eigentlich, dass Chabad was mit Judentum zu zun hat - werden sich viele Liberale denken.
Da kommt was auf uns zu. Vielleicht ein Ende des Schmusekurses mit Chabad, auch in Deutschland, insbesondere Berlin.
Das wird ganz heftig. ich habe den Mann mal erlebt, kurz nach seiner nicht eben glatt verlaufenden Amtseinführung. Das ist keiner, der zurücksteckt. Und vermutlich wird Chabad weltweit ihm zur Hilfe eilen. Andererseits - wer sagt eigentlich, dass Chabad was mit Judentum zu zun hat - werden sich viele Liberale denken.
Da kommt was auf uns zu. Vielleicht ein Ende des Schmusekurses mit Chabad, auch in Deutschland, insbesondere Berlin.
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Wieder was los...
uceda, 23:43h
Da hat es wohl wieder mal einen Hinweis auf irgendwas gegeben - vor unserem Fenster zeigen die Freunde in Grün erhebliche Präsenz. Erst mit Blaulicht, jetzt mit den grossen Mannschaftswägen. Man gewöhnt sich daran und macht blöde Witzchen über die local Dealer, die sich mal wieder eine andere Telefonzelle für ihre Geschäfte suchen müssen.
So ist das...
So ist das...
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Freudscher Verschreiber
uceda, 22:48h
bayerischer Art: Baziaufmarsch statt Naziaufmarsch.
Folgen akuter Deadlinitis.
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500 Tage online.
uceda, 22:41h
Gar nicht schlecht für ein Blog, das eigentlich nur ein Versuch war. Aber der Versuch hat Spass gemacht, und so geht es weiter. Demnächst wieder mit etwas völlerer Kraft. Aber mit dem gleinen zersetzenden Tonfall. Und viel Unausgewogenheit.
Als ich angefangen habe, stand der Don Dahlmann gerade mal bei 441 Tagen, und jetzt bin ich schon älter als er damals - man reiche mir meinen Blogkrückstock! Wo soll das alles noch hinführen?
Danke für´s Lesen, und an Dirk Olbertz für das Bloghosting.
Als ich angefangen habe, stand der Don Dahlmann gerade mal bei 441 Tagen, und jetzt bin ich schon älter als er damals - man reiche mir meinen Blogkrückstock! Wo soll das alles noch hinführen?
Danke für´s Lesen, und an Dirk Olbertz für das Bloghosting.
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Montag, 28. März 2005
Comment-Spammer killen...
uceda, 23:52h
...immer wieder ein Vergnügen...
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And now for something
uceda, 23:02h
completely different - Frühlingsgefühle!

Spätestens nach der letzten Nacht, meine lieben Leser, halte ich alle, die die Mauer um die alte DDR und ihre BürgerInnen wieder haben wollen, für impotente kleine Stinker. Mauern bringen gar nichts. Und in 10 Jahren ist das alles eh kein Thema mehr. Hey, die 30-jährigen werden sich dann gar nicht mehr dran erinnern!

Spätestens nach der letzten Nacht, meine lieben Leser, halte ich alle, die die Mauer um die alte DDR und ihre BürgerInnen wieder haben wollen, für impotente kleine Stinker. Mauern bringen gar nichts. Und in 10 Jahren ist das alles eh kein Thema mehr. Hey, die 30-jährigen werden sich dann gar nicht mehr dran erinnern!
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Kein Referendum über den Abzug aus dem Gaza.
uceda, 22:56h
Sharon hat es geschafft. Eine deutliche Mehrheit in der Knesset hat es abgelehnt, ein Referendum über den Abzug der Israelis und eine Ende der Siedlungen im Gaza-Streifen abzuhalten. Ein Referendum hätte den Rückzug sicher verzögert und angesichts der Stimmung in IIsrael und der Mobilisierung der Siedler möglicherweise ganz verhindert.
Man kann über Sharon sagen, was man will: Aber dadurch nimmt er es jetzt allein auf seine Kappe. Sharon wird der Mann sein, den die Siedler Verrat vorwerfen werden. Sharon wird es sein, der aber auch Israel einen Bruderzwist vorerst erspart hat. Hätte es das Referendum gegeben, hätten die Siedler alles, wirklich alles versucht, es in ihrem Sinne zu entscheiden. Wie so was gehen kann, sieht man hier - Siedler kaufen Waffen, um Anschläge gegen den Abzugsplan auszuführen. Und wenn sie das Referendum gewonnen hätten, wäre Israel für die nächsten paar Jahre in Sachen Friedensprozess handlungsunfähig.
Sharons schärfste Konkurrenten wie Bibi neanyahu waren natürlich für das Referendum. Man muss Sharon wirklich nicht mögen - aber wer meint, dass der alte Mann ein dauernder Skandal ist, sollte sich erst mal die Alternativen anschauen. Dann doch lieber Sharon.
Man kann über Sharon sagen, was man will: Aber dadurch nimmt er es jetzt allein auf seine Kappe. Sharon wird der Mann sein, den die Siedler Verrat vorwerfen werden. Sharon wird es sein, der aber auch Israel einen Bruderzwist vorerst erspart hat. Hätte es das Referendum gegeben, hätten die Siedler alles, wirklich alles versucht, es in ihrem Sinne zu entscheiden. Wie so was gehen kann, sieht man hier - Siedler kaufen Waffen, um Anschläge gegen den Abzugsplan auszuführen. Und wenn sie das Referendum gewonnen hätten, wäre Israel für die nächsten paar Jahre in Sachen Friedensprozess handlungsunfähig.
Sharons schärfste Konkurrenten wie Bibi neanyahu waren natürlich für das Referendum. Man muss Sharon wirklich nicht mögen - aber wer meint, dass der alte Mann ein dauernder Skandal ist, sollte sich erst mal die Alternativen anschauen. Dann doch lieber Sharon.
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Montag, 28. März 2005
Doch Google.
uceda, 00:13h
Die bringen immer noch die National Zeitung. Na denn soll es eben sein. Wer das Zeug vertreibt, muss damit leben können, dass man bei ihm jicht einkauft. Und mit dem Finger auf ihn zeigt.
"Nichts Böses tun", nennt Google sein Rezept. Aber Nazis verbreiten, das schon. Na denn.
"Nichts Böses tun", nennt Google sein Rezept. Aber Nazis verbreiten, das schon. Na denn.
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Deutschland in Ruinen
uceda, 22:52h
Delbert R. Walden betrat Deutschland 1945 als Leutnant der U.S. Army mit einer Panzereinheit. Er blieb bis 1946, schoss dabei viele Bilder und sammelte alte Aufnahmen aus der Zeit von 1933 bis 1945. Sein Sohn hat einige der Bilder im Netz veröffentlicht - durchaus sehenswert. Vielleicht erkennt der eine oder andere scheinbar Altbekanntes wieder. Vieles ist noch da, wie der Macher der Homepage bei seinen Deutschlandreisen dokumentiert hat.
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