Sonntag, 1. Februar 2004

And now
das pralle Leben. Liebe, Verrat, Computerprobleme, Ärger über Kollegen, Rezepte, dies und alles andere mehr. Morgen wird es festgemacht, besprochen, in Layout gegossen.



Während andere noch reden, tun wir mal wieder. Wie immer. Am 26.3. in Leipzig, zum Beispiel. Und auch andernorts.

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Geht doch...
alle Sorgen waren umsonst. Die Sendung war technisch ok - wenn auch etwas bieder. Bleibt 25%* Mehraufwand wegen der Distanz Berlin/München, und etwas technischer Ärger, weil manches doch nicht so gut läuft, wie geplant.

*Tucholsky hasste sowas, ich weiss.

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Babel Berlin
hiess es mal in einem Gedicht von Kurt Tucholsky. Und was steckt dahinter? Nischt. Nur ein Libanese. Den ich allerdings wegen akuter Smyrekphobie nicht aufsuche.

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Samstag, 31. Januar 2004

Regen in Berlin
So richtig fieser, dicker Regen, die Strassen klitschnass und überall Reste von Schneematsch, und schon gibt die Stadt wieder eine Kulisse für einen erstklassigen Nazi/Nachkriegsfilm ab. Dazu trägt auch bei, dass viele Wägen ausgebrannte Scheinwerfer haben, und die Polizei kleine, kugelrunde Autos mit deutlichen Stilreferenzen an die 40er fährt. Der Himmel ist so bleigrau, dass man fast schon auf den B17-Bomber hofft, dessen erlösende Phosphorkerzen alles in gleissendes Licht tauchen.

Man hätte diese Stadt den Russen für ein paar Quadratkilometer Thüringer Wald schenken sollen, mitsamt den Berliner Seiten, Illies, dem Heydebreck-Clan und seine stolz onlinisierten Wehrmachtsphotos, Mitte und all den Knallchargen im Lobbyisten-Anzug, die in Studentenkneipen einsam saufen und kein Trinkgeld geben, all dieses Berlin und am besten noch eine Zugeinbahnstrasse raus in den hintersten Kasachstan dazu bauen, oder gleich von den Restbeamten beider Städte, Ost und West, zusammen bauen lassen, mit Hacke und Spaten. Niemand ausser den Apparatschiks in den Sozial- und Subventionsbürokratien würde im Westen diese Stadt wirklich vermissen.

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Erledigt
Nachts um 3 wollte der Laptop nicht mehr und flimmerte nirwanalastig. Auch nach 2 Neustarts, was wohl die Folge von 18 Stunden Dauerbetrieb mit 1,5 GB Datenschieberei ist.

Heute morgen war alles wieder gut, und alle Nadelöhre so einer Produktion wie mastern und mergen haben reibungslos geklappt. Im Moment läuft der mp3-File mit der Sendung zu einem Uniserver in München, wird gebrannt und landet morgen früh im Sender. Es ist beruhigend zu wissen, dass man die Nacht davor schlafen kann, aber da ist dieses komische Gefühl, dass man aus 600 Kilometer Entfernung in Berlin jetzt nichts mehr beeinflussen kann, falls in München was schief geht.

Aber bisher hat es noch immer irgendwo geklappt.

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Laptops sind kein Vergnügen,
wenn es um Audioproduktion geht.



Die Tastatur, der Ton, der Bildschirm mit seiner lahmen Graphik - ds alles nervt und zögert die Arbeit immer weiter hinaus. Vielleicht kann man sich daran gewöhnen, aber im Moment nervt es.

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Freitag, 30. Januar 2004

Time 2 get serious
In eigener Sache: Es war eigentlich nicht ernst gemeint.

Das Blog hier war zu Beginn einfach ein Versuch, mal den Leuten in der Gemeinde zu zeigen, was so ein Blog überhaupt ist und was es kann. Es war als Testlauf gedacht, als ein Dummy, der nach ein paar Tagen vorzeigbar ist und dann eingestellt werden kann. Schliesslich haben Gemeinden eher wenig Ahnung von Internet, und bevor da irgendwelche Grosskonzerne und CMS-Hersteller zigtausende verlangen, könnte man vor dem Hintergrund der aktuellen Finanznot präsentieren, was im www noch so geht. Chuzpe, wiegesagt, ist primär eine Radiosendung und soll auch eine bleiben.

Aber jetzt sind es schon 75 Tage, seit denen wir hier online sind. Es geht weiter, die Oberen hatten noch immer keine Zeit, sich mal anzuschauen, was wir hier treiben, auf der anderen Seite haben sich etliche Leute angemeldet, die das hier offensichtlich lesen wollen.

Da ist also ein Markt, und auf der anderen Seite eine gewisse Lust, ihn zu befriedigen. Insofern werden wir das Ding wohl noch eine Weile weiterführen. Und vielleicht clickt einer unserer Oberen tatsächlich mal auf den Link, den ich ihnen schicke - in Emails, die dann immer wieder verlegt werden.

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Sowas lässiges
wie das hier sollte man ielleicht auch mal über Deutschland schreiben, statt immer nur "Mein fatales jüdisches Schicksal", "Mein steiniger Weg durch Deutschland" und "Juden in Deutschland - Geschichte eines Missverständnisses". Vielleicht auch mal mit einem Herausgeber, der noch nicht professoral vergreist ist und eine lockere Schreibe hat.

Aber das würde dann sicher keiner verlegen, denn was nicht problematisch, tiefschürfend und problembewusst in jeder Zeile, wird hier nicht gedruckt. Niemals.

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Produktionstag
das ist der Tag, an dem alles zusammenkommt: Die Knackser bei manchen Aufnahmen (rausschneiden), der Haspler beim Sprechen (rumzaubern), die Musikauswahl, bei der man sich fragt, welcher Teufel einen da geritten hat.



Kurz, ein Tag, auf den man irgendwo verzichten könnte. Der Tag, an dem alles schief geht, was schief gehen kann, und der Tag mit einer sehr unangenehmen Dead-as-dead-can-be-line.

Mehr Verzweiflung im Laufe des Tages.

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Donnerstag, 29. Januar 2004

Das Mammut ist ausgestorben.
Die Dinosaurier sind auch weg.
In die ewige Liste der aussterbenden Gigantomanien reiht sich jetzt auch Birthright Israel ein, die mit gigantischem Aufwand Jugendliche nach Israel verbracht hatten. Der Downturn ist ein herber Schlag - für Reiseunternehmen und Organisatoren, die damit ziemlich gut verdienten.

Das kommt davon, wenn man über ein paar Jahre hinweg mit einem Multimillionen-Budget einen Skndal nach dem anderen fabriziert.

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Mittwoch, 28. Januar 2004

Liebernichtman
auch Joe genannt und amerikanischer Präsidentschaftskandidatenkandidat, der mir hier auch meine Referrer zuschleimt, landete nur auf Platz 5 bei den Vorwahlen in New Hampshire, einem Bundesstaat, der seine Bekanntheit vor allem dem lesenswerten Buch "Das Hotel New Hampshire" verdankt.

Schlecht für Joe. Aber keine Tränen in der jüdischen Welt, soweit man sieht.

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1 4 the riaa
die mir die Referrer zuspamt.

Sie lag hingestreckt auf meinem Sofa und fingerte an der CD rum. Das da, sagte sie, ist sehr melodisch und ich würde es gerne spielen.



Machen wir doch, sagte ich.

Da ist aber ein Kopierschutz drauf, stand auf der Packung und ich hab´s auch auf dem CD-Rom-Laufwerk ausprobiert, ging einfach nicht.

Darf ich?

Mhm.

Das Programm ist jetzt schon drei Jahre alt. Es sollte auf den Kopierschutz höchst allergisch reagieren. Aber als es den File auf die Festplatte zog, lief alles normal ab. Nur das gleichmässige Surren des Laufwerks war zu hören.

Geht doch.

Echt?

Klar. Du glaubst doch nicht wirklich, dass die einen echten Kopierschutz draufmachen? Wahrscheinlich steht das nur zum Spass drauf, und Dein Laufwerk ist kaputt.

Sie gab mir die Verpackung. Oops. Der beste, neueste Kopierschutz. Der Oberhammer, der jeden Rechner kleinkriegt. Unknackbar.

Solange man nicht mit einem 3 Jahre alten, 08/15-Programm arbeitet.

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Mittwoch, 28. Januar 2004

Die fine old Lady
von hier hat übrigens sehr begeistert reagiert. Alles sehr schön, sagte sie. Und freut sich auf weitere Beiträge.

Von denen ich eher mal annehme, dass sie noch ein Weile auf sich warten lassen ;-)

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Häppchen-Terrorismus
Heute in einer Stiftung, die im gesellschaftlichen Leben der Stadt eine Rolle spielen möchte: Die üblichen Verdächtigen, wenn es um Terrorismus geht.



Wichtige Namensschilder. Eine gepflegte Debatte, einer war sogar etwas kontrovers und zynisch. Danach ging es wieder sehr ins parteipolitische Detail. Auch bei internationalem Terror kann man über nationale Besitzstände streiten.

Manche kenne ich. Mit manchen war ich schon zu ähnlichen Themen auf ähnlichen Podien. Die Texte haben sich nicht geändert. Eindrucksvolle Namen. Tolle Soundanlage. Hervorragende Häppchen zum Schluss für die, die nicht zwischendrin gegangen sind.

Das ist Berliner Republik, untergelindet. Mit Sicherheit.

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Arbeiten aus der Kiste
Die Kiste steht seit 10 Tagen rum. Ich habe kein Kabel rausgezogen, nichts zusammengelötet, noch nicht mal ausgepackt. Da war einfach zu viel anderes. Für sowas braucht man Zeit und eine gewisse Musse. Die ich nicht hatte.



Aber heute Abend habe ich mal reingeschaut, zumindest. Ob alles da ist, was ich hier brauche. Und morgen wird produziert. Es fehlen noch 3 Beiträge, und das komplette Geschraube am grossen Audiofile.

Passenderweise habe ich vergessen, den Ram beim Notebook aufzublasen. 128 MB Ram bei 600 MB .wav-files. Das wird spassig. Der Grafikchip macht jetzt schon so gewisse Anstalten.

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Montag, 26. Januar 2004

Doch, ich mag fine old ladies
Manche haben gute Ideen, die man durchaus publizieren kann. Sie geben ziemlich routiniert Interviews. Pressescheu kennen Amerikanerinnen nicht. Sie sind auch nicht altmodisch. Nicht im Geringsten.

Sie haben sogar email und Handy. And they´re gonna use it.

Vier Anfragen heute Nachmittag, woder Artikel bleibt, den sie vorher nochmal sehen wollen. Nur falls da ein Fehler drin ist. Zufällig gibt es aber auch noch andere Verpflichtungen.

Kann also noch dauern, auch bei fine old ladies. Zumal die fine old Terroremails meine Schreiberei nicht gerade beschleunigen. Da blogge ich dann lieber ein paar Zeilen.

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63 qm
in 3 Zimmern, Küche, Bad für unter 300 Euro "warm", wobei allerdings Kohleöfen im Raum stehen. Andererseits klassische Moderne, und sehr solide. Und gleich direkt neben dem Büro, 3 Minuten zu Fuss. Dielenboden.

Die nehme ich. Glaub ich.

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