Donnerstag, 16. Februar 2006
Na also: Die Hamas bewegt sich.
Und zwar nicht mit den Militanten in Syrien, sondern mit denen, die in Palästina das Sagen haben:

"Duaik said Wednesday that once the new government was formed, Hamas would formulate its own peace plan, with a long-term truce with Israel at its center."

Das klingt schon etwas anders als das übliche Gebrüll vom Vernichten und Blut trinken. Den Namen Duaik wird man noch öfters hören: Er wird palstinensischer Parlamentspräsident. Bei alles Skepsis muss man auch zur Kenntnis nehmen, dass die Hamas einen Teil ihrer Terroristen im Gazastreifen an der Grenze zu Israel entwaffnet hat. Da redet zwar kaum jemand offen drüber, ist aber so.

Es scheint also tatschlich ein paar Leute zu geben, denen die politische Macht erst mal wichtiger ist als die Fortsetzung des Terrors. Das ist, angesichts dessen, was war und lange Zeit verkündet wurde, schon eine Menge. Es wird Zeit, dass die Hamas an ihrer Charta anfängt zu feilen. Weil, seien wir ehrlich, von Friedensplänen mit Israel steht da noch nichts drin.

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ja, bitte
an der Charta feilen. Ich habe schon ein paar Mal damit angefangen, die Parallelen zwischen dieser und der Protokolle der Weisen zu markieren, aber es wird mir dann immer so schlecht.

Drum les' ich ja hier gerne die optimistischen Meldungen zum Thema.

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Im Unterschied zu der reinen Terrorbande Djihad Islami hat die Hamas auch umfangreiche zivile Strukturen, die mäßigend auf die Hardliner einwirken. Säbelgerassel und Märtyrer-Schwadroniererei sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass man sich auch in diesem Lager Gedanken darüber macht, was realistisch möglich ist.

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nur schade,
dass die mässigende Einwirkung sich nach wie vor nicht im Geringsten auf die unsägliche Charta auswirkt.

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Na ja, die Hamas hat jetzt ein Jahr mit der Zahal Waffenstillstand. Bekämpft wird momentan massiv der Djihad, aber nicht die Hamas. Geschrieben steht viel. Aber eine de-facto-Verständigung, die nicht ausgesprochen wird, erscheint mir zumindest möglich. Aus propagandistischen Gründenm ist es schwer möglich, auf eine Hoch-die-nieder-mit-vorwärts-zum-Bumm-Bumm-Rhetorik zu verzichten.

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ich kann nichts dagegen
ich reagiere einfach allergisch auf Leute, die aus den Protokollen abschreiben, und da ist die Hamas weiss der Teufel nicht allein.

Dem Machwerk nach 85 Jahren Falsifikats-Nachweis immer wieder zu begegnen, kotzt mich einfach an, Papiergeduld hin oder her. Immerhin verdanken wir dieser traurigen Tatsache Eisners letztes Masterpiece: http://www.nja.ch/?p=373

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