Freitag, 7. Januar 2005

Shabbat shalom mit viel Arbeit
bis lang hinter jüdisch Ladenschluss: Eine Woche ver der Sendung teiproduzieren, brennen, mitnehmen, dann fertig machen - kein wirklich angenehmes Arbeitsklima zwischen München und berlin, aber die Crew nimmt es gelassen. Auch wen die Texte diesmal vom Bildschirm gelesen werden, statt vom Papier.



Momentan muss wohl die grosse Zeit der Bescheuerten sein. Da ist der Hardinal meissner mit seiner Linie Kindermord in Bethlehem (Legende), Holocaust und Gulag (keine Legende) und Abtreibung (rechtlich ok, besonders übrigens im Judentum, das schon immer lockerere Regelungen als das Christentum hatte). Man fragt sich, warum die Typen bei so einer Scheisse einfach in der Kirche sitzen bleiben, ohne dem Typen verbal was an den Kopf zu werfen.

Und dann noch dieser Anreisser bei der JTA: "The March of the Living, a program that takes teenagers to Auschwitz and then to Israel, is effective in building Jewish identity, a new study found." Tolle jüdische Identität, echt. Dass der March of the Living, um den es hier geht, auch nur ein Programm ist, das um Förderung buhlt, bleibt unerwähnt. Nichts gegen gedenken, aber wenn das die Lösung sein soll, wenn das Judentum nicht bessere Möglichkeiten zur Identifizierung bietet als ausgerechnet einen Genozid, wird das eine verdammt traurige Veranstaltung.

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