Donnerstag, 20. November 2003
Bravo Bracha
Grob gesagt, gibt es 3 Arten von jüdischen Lokalen in München. Da sind erst die alteingesessenen Lokale wie das Cohen´s, das aber eher was für ältere Semester ist. Rafi Seligmann hat es als Tempel der Philosemiten beschrieben und letzthin soll sogar die Münchner Kultureinstampfungs-Referentin dort gewesen sein... und das ist nun wirklich ...

Dann gibt es noch jüdisch tuende Delis und ein Cafe namens Schmock, das sich nicht zu blöd ist, den Namen auch noch in hebräisierenden Lettern zu schreiben. Das alles ist ungefähr so jüdisch wie Hohmann eine sympathische Erscheinung. Aber die Rettung ist da:



Mit dem Cafe Bracha in der Klenzestrasse gibt es endlich ein jüdisches Lokal, das man auch ohne rot zu werden als Location bezeichnen kann. Es ist eine Mischung aus trendigem Lebensmittelladen, coolen Cafe im Stil der 70er und Restaurant. Das alles zu den ortsüblichen Preisen, hübsch anzusehen, und - trotz einiger kolportierter Querelen mit dem Rabbinat - ziemlich koscher. Und mit grossen Fenstern zum rein- und rausspannen.

Was in der Klenzestrasse ja durchaus eine sehr angenehme Beschäftigung sein kann. Darüberhinaus hat es zartgelbe Wände, indirektes Licht, sehr schicke Stühle und eine doch ganz ordentliche Speisekarte für Vegetarier. Der Chuzpe-Essenstest durch apfelstrudelverwöhnte Gaumen kommt bald.

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