Samstag, 3. Juli 2004

Hrgsl - die Sendung!
Beinahe vergessen, für was das Blog da ist: Eine Marketingaktion für unsere radiosendung natürlich! Das kommt davon, wenn man sich hinreissen lässt.

Natürlich lassen wir uns morgen früh nochmal hinreissen. Chuzpe presents

THE ADORABLE ANDREA DIENER fast LIVE ON AIR!

Und bevor jetzt jemand beim AStA das Kinn runterklappt: Unsere Gemeinde findet das voll ok, dass wir das bringen. Philosemitisch-schleimende Anfragen zwecks Unterstützung hexenjägerischer Positionen zwecklos.

Ausserdem: Ein Beitrag über das, hm, wenig glückliche Geschehen rund um die Flick Collection.

Dieser Monat ist dieses Jahr geprägt von Jubiläen. Im Juli 1904 starb Theodor Herzl, der Begründer des Zionismus, und im Juli 1904 wurde der Nobelpreisträger Isaac B. Singer geboren. Besonders zu Herzl gibt es einiges. Dann noch die Newton-Ausstellung in Berlin, gefeuerte Rabbiner, coole Worte wie "post-bar-mitzwa-dropout", kriselnde israelische Parteien, und und und...

und vor allem noch viel Arbeit bis dahin.

... comment

 
na, dann sorg mal für genügend bandbreite im stream
(oder mach ich mich jetzt des philosemitismus verdächtig) btw: bin da weiß gott kein experte aber irgenwie ist das doch ein ziemlich beknacktes verständnis von ..philie. francophilie, germanophilie werden ja gemeinhin recht positiv verstanden. warum ist das jetzt bei juden wieder so kompliziert ... .-)

... link  

 
aber das klappt m.E. nur, wenn du heut bzw. vor dieser schlafperiode noch anrufst, richtig?

(edit)
@janus:
Also, das mit der -philie ist so, denk ich mir: Die meisten Leute kultivieren die ein- oder andere. Ich zum Beispiel bin anglophil. Das heißt, ich verbringe meine Sommerurlaube gern in dunklen Gemäuern und verregneten Landschaftsparks. Da ich aber weiß, daß die Briten in Sachen Weltpolitik einigen Dreck am Stecken haben, nehme ich meine Philie nicht sonderlich ernst. Ich kultiviere sie liebevoll, weiß aber gleichzeitig, daß sie eine romantische Projektion ist, ein Konstrukt.

Nur manche nehmen ihre Vorlieben sehr ernst. Aus einem romantischen Konstrukt bauen sie eine politische Wahrheit, und dann wird's unangenehm. Wer an ihrer Fiktion nicht mitbaut, ist in ihren Augen nicht tragbar. Und das wiederum erinnert schwer an einen gewissen Herrn Schicklgruber aus Braunau, der eine ziemlich radikale Germanophilie hegte - und die auch für eine politische Wahrheit hielt.

Philien sind ok. Wirklich. Aber eben weitestgehend eine Geschmacksfrage, die man anderen nicht aufdrängen sollte.

... link  

 
"Das heißt, ich verbringe meine Sommerurlaube gern in dunklen Gemäuern und verregneten Landschaftsparks."
ah, verstehe. du bist ein philodendron. .-)

... link  

 
Im welchem Sinne?
"Baumfreund" bzw. "-in" oder "eine bestimmte Kletterpflanzenart"?

[gna, ich bin wieder mal viel zu unseriös. :o( ]

... link  

 
stimmt eh.
meine fensterbänke weisen mich als eindeutig dendrophil aus. aber das muß ich ja nicht überall herumtratschen. oder ein weltbild daraus basteln.

... link  


... comment
 
Kurz nach der Sendung
Ein Gutes hat sie ja, die Frankfurter Hexenjagd: Durch sie (und leider erst durch sie) bin ich auf "Chuzpe" aufmerksam geworden - eine Sendung, die nur den Nachteil hat, daß sie nicht wöchentlich zu hören ist und nicht alle sie hören und damit ein etwas anderes (nämlich differenzierteres) Bild von "den" Juden in Deutschland bekommen können, als es ihnen anderswo vermittelt wird. Aber nicht nur das. Die Sendung erinnert mich (anders als der Frankfurter AStA) an all das Positive, das ich mit der deutschen Linken und den 68ern verbinde, so wie sie einmal auf Radio Bremen zur besten Sendezeit präsent waren: eine perfekte Mischung aus Wort & Musik abseits des Mainstreams, die mehr ist als ein Pausenfüller, weil sie zu den Wortbeiträgen paßt.

Kurz: Diese Radiosendung ist eine Sendung zum Hinhören, wider das verblödende Formatradio. Ich freue mich schon auf die nächste Ausgabe und bin gespannt auf das, was AFK M94,5 sonst noch zu bieten hat.

... link  


... comment