Dienstag, 7. September 2004

Du weisst, es sind nur noch 48 Stunden bis Berlin
wenn du durch die Strassen Münchens radelst, auf dem roten Rennrad, über dir ist ein italenischblauer Himmel, die Luft ist leicht, warm, angenehm schmeichelnd, und dann siehst du ein Plakat von Loden frey und findest die Frau, genauso wie sie da ist, verdammt sexy.



Ich mein, sie trägt Tracht, und mit dem Frey-Clan verbindet dich ein langer, böser Konflikt, da sind diese Stories aus den frühen 90ern, als sich eure Umfelder überschnitten haben und es auch um Sex ging, aber das ist dir egal, weil es ist ja München.

Du fährst freihändig durch die Strassen, breitest die Arme aus und fühlst den Wind, und niemand findet das komisch. Alle lächeln. Es ist Sommer in München. Richtiger, echter, nachher mit dem Roadster an den See Sommer. Dein Leben ist schön, die nächsten 48 Stunden.

Bevor du wieder nach Berlin musst. Gut, Tracht ist nicht wirklich dein Ding, aber besser so wie in München, als die Rupffrisuren und tausend Löcher und Bodymods "Andersartigkeit", die in Berlin die Funktion von Kropfband, Haferlschuhen und Gamsbart übernommen haben.

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Autorenexport mal andersrum
Christian Krachts 1979 auf Neuhebräisch.

Hinweis: Faserland sollte man in Althebräisch oder Aramäisch drucken.

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In 90% der Fälle hilft es
Gib einem Journalisten keine Fakten, kein Material, keine Quotes, und er handelt das Thema wischiwaschi ab. Wirkt fast immer.

Nur ganz selten verbeisst sich einer. Meistens, weil er glaubt, dass es was bringt. Sein Gegner ist ein Idiot, weil er ihn unterschätzt hat, und er selbst ich auch ein Idiot, weil er glaubt, die Öffentlichkeit würde sich 5 Minuten später noch daran erinnern.

Manchmal wüsste ich gern, wie die Gewinner in diesem Spiel aussehen, ob es sie überhaupt gibt. Solche Sachen.

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