Freitag, 5. Dezember 2003
Shabbat Shalom
In Israel gibt es ein Institut, das selbsteinschaltende Lichter und automatisch kochende Herde für den Shabbat erfindet. Damit man getreu der ultraorthodoxen Auffassung der Religionsgesetze die Ruhe am Shabbat nicht unterbrechen muss.

In Deutschland, genauer gesagt in meiner Wohnung, gibt es einen 17´´ Monitor, der sich gerade zum Shabbatanfang definitiv automatisch ausschaltet, nachdem er die letzten Wochen über schon so komische Sachen gemacht hat. Und mir eine erzwungene Shabbatruhe bescheren würde, wenn ich nicht a) noch einen Laptop und b) dringend was zu tun hätte.

Zum Beispiel losfahren und einen neuen Monitor kaufen. Argh.

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Orange hilft
Angeblich macht orange agressiv. Kann ich nicht bestätigen. Unser DJ-CD-Player hat ein wunderbar ruhiges Display in Orange.



Und ich habe auch noch eine wunderbar orange CD dafür. Smoke City singen über Mr. Gorgeus. aiaiaiaiaiaijj-aj. Yeah. Schon besser. Dazu Orange Broken Pekoe. Und den Bildschirmhintergrund bei Wavelab auf Orange gestellt. Besser. Viel besser.

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Sturm vor der Shabatt-Ruhe
Wazooiiing, macht das Leben. Interviewpartner 1 lässt seit 3 Tagen Termine platzen. Dabei ist er Journalist und sollte wissen, wie mies sowas ist. Interviewpartner 2 ist seit 22 Stunden belegt. Wenigstens habe ich jetzt seine Handynummer und kann ihn da aufstöbern. Interviewpartner 3 hatte gestern Party und ist gerade komatös im Bett - an der US-Ostküste. Kann noch dauern. Falls der Wodka von ihr weggeht, wird es trotzdem eine nette Geschichte.

Und dann ist da nach jemand und sagt: Überraschung! Nein, nicht das Mädchen, auf dessen Überraschungsbesuch man immer wartet, während im Hintergrund ein Saxophon säuselt. Eher eine Überraschung, die die nächste Woche in Zahnstocher zerdrischt.

Ich und meine grosse Klappe und dem sonnigen Gemüt. Zusammen sind wir unschlagbar, solange die Gegner 3 Köpfe kleiner und nicht älter als 7 Jahre sind, und am besten auch noch kurzsichtig und ihre Brille nicht dabeihaben.

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Feder und Schwert
Es hat doch noch geklappt: Das mehrfach verschobene Interview mit dem Sieger der Wahlen zur Repräsentantenversammlung der Berliner Gemeinde. Albert Meyer präsentierte sich nach dem Erdrutschsieg in bester Stimmung, auch wenn der gnadenlose Wahlkampf eine gewisse Verbitterung hinterlassen hat.

Eigentlich werfe ich nach solchen Interviews das Material der Recherche weg. Man sieht es sich in der Regel nie wieder an. Es ist inzwischen die 4. Wahl in Berlin, über die wir berichtet haben, immer die gleichen Streiereien, Anschuldigungen, vorgeschobenen Sachargumente. Weg mit dem Plunder. Aber diese Flugblätter...



...die waren in der Gemeindezeitschrift. Brutale, unehrliche Anschuldigungen unter der Gürtellinie, mit Betrugsvorwürfen und Diffamierungen. Das sind keine Hochglanzbroschüren wie bei Möllemann. Es ist billiges Papier, schlechtes Layout, eine geifernde Sprache. Keine Werbeagentur ist da drüber gegangen. Es sind die letzten Patronen in einem Kampf um die Macht in einer mit 13.000 Mitgliedern eher kleinen Gemeinde. Es ging nach hinten los. keiner der Unterzeichner hat es in die Repräsentanz geschafft.

Wer solche Pamphlete schreibt, wer zu diesen Mitteln greift, wer überhaupt nicht mehr versteht, wie verbittert und verzweifelt das draussen ankommt, wird nicht aufgeben. Ich hebe die Flugblätter auf. Was soll´s. Andere sammeln Schwerter oder Pistolen.

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Petie was here
und hat sehr schön eingesprochen. Petie ist eine echte Anchor Voice. Petie kann alles, seriös, nett, freundlich, böse, ironisch, zweideutig. Manchmal etwas dick aufgetragen, aber on Air immer auf den Punkt. Das klappt immer in 15 Minuten, wenn wir uns erst mal ausgequatscht haben.

Danach diskutieren wir eine Stunde lang über den Text und danach 2 Stunden über vieles. Meistens über Bücher, die wir irgendwann mal besprechen wollen, aber nie dazu kommen. Diesmal chancenlos: Arnon Grünbergs Roman Phantomschmerzen. Da tut uns schon der Titel weh.

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