Dienstag, 6. April 2004
Say it loud
I´m jewish and proud!

Ich habe durchaus ein weitgehendes nichtjüdisches Leben. Will sagen, jenseits der Sendung und meiner momentanen Beschäftigung spielt die Abstammung meiner Vorfahren und deren religiöses Verständnis keine besondere Rolle - so sie überhaupt dergleichen hatten. Was ich so von Verwandten höre, soll schon um 1900 rum keiner mehr so richtig gern in den Tempel gegangen sein. Gewissermassen fast schon wieder eine eigene Familientradition.

Dazu kommt, dass die jüdische Religion nicht immer die unaufwendigste ist. Eigener Kalender, der dafür sorgt, dass man die Feiertage vergisst, einige Feiertage, die nicht sehr bedeutend sind, hebräischer Tempeldienst, also in einer Sprache, die nicht gerade zu den gesprochenen gehört - all das sind so Punkte die so, in etwa, leider dafür verantwortlich sind, dass, oder so, ja.

Kurz gesagt: Das Judentum verlangt einem ganz schön was ab. Es ist definitiv nicht volltrottelkompatibel. Aber:



Es gibt keine "Rumeier im Osterdesign", wie diese Teile hier beschrieben werden. Im Judentum wird nicht rumgeeiert. Und es ist auch kein Designgag. Es hat durchaus etwas Würde.

Btw. weil grad Pessach ist: Diese Würde kriegt man nicht, wenn man als Oberkirchenrat in irgendwelchen Kirchen den Seder nachspielt und sich irre versöhnlich dabei fühlt. Das ist unser Fest. Ich lade gerne Freunde zum Seder ein, und es ist mir egal, was die sind.

Aber alle Sedernachäffer: Eat Rumeier im Osterdesign and, well ya know what.

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ich knabba gerade kräcker aus israel
und mach ein verdammt frommes gesicht.

vielleicht denken die sedernachäffer, dass zum ausgleich paar juden in die kirche stürmen, um beim abendmahl/kommunion bischen mazze zu beissen?

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